Canon EF 40mm f/2.8 STM
 

Canon EF 40mm f/2.8 STM

In diesem Testbericht



SEITE 3

» Beispielbilder «

» Fazit «

» Weitere Informationen «


Inhaltsverzeichnis

Bildqualitätalle Testaufnahmen ausblendenalle Testaufnahmen einblenden

Hinweis: die Testaufnahmen der einzelnen Bildqualitäts­kriterien können direkt zwischen allen bisher getesteten Objektiven verglichen werden. Hierzu klickst Du innerhalb der Testbox auf "Mit anderem Objektiv vergleichen..." und wählst das gewünschte Objektiv aus der Liste. Dann kannst Du durch Bewegen Deiner Maus zwischen den einzelnen Objektiven hin- und herwechseln. Falls Dich die Testaufnahmen im Lesefluss behindern, kannst Du auf "alle Testaufnahmen ausblenden" direkt über diesem Absatz klicken.

Schärfe / Auflösungsvermögen

Das EF 40mm f/2.8 STM ist ein durchweg scharfes Objektiv. Zwar erhöht sich die Auflösung bei höheren Blendenzahlen nur geringfügig aber sie ist bereits bei f/2.8 sehr beeindruckend. An einer Vollformat-Kamera erreicht das Objektiv ungefähr die Auflösung des EF 50mm f/1.8 II aber nicht ganz die des EF 50mm f/1.4 USM (bei gleichen Blendenwerten verglichen). Ungeachtet dessen, ist die Schärfe des Pancake-Objektivs sehr beeindruckend.

Die Bildsensoren von APS-C Kameras haben in der Regel höhere Pixeldichten, als beim Vollformat und verlangen so dem Auflösungsvermögen der Optik noch etwas mehr ab. Bei einigen Objektiven führt das zu deutlicher Unschärfe an APS-C Kameras aber das EF 40mm f/2.8 STM spielt hier seinen Trumpf aus und zeigt ein wirklich herausragend scharfes Bild. Die Auflösung ist wesentlich höher, als beim EF 50mm f/1.8 II oder beim EF 50mm f/1.4 USM und etwa auf Augenhöhe mit dem EF-S 60mm f/2.8 Macro USM.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Schärfe / Auflösungsvermögen

Verzerrung Verzeichnung

Das EF 40mm f/2.8 STM zeigt an Vollformat-Kameras geringe tonnenförmige Verzerrungen, die an APS-C Kameras kaum noch sichtbar sind. Sie sind so schwach ausgeprägt, dass sie in fertigen Bildern wohl kaum wahrnehmbar sein dürften. Die Verzerrungen sind damit wesentlich geringer, als beim EF 50mm f/1.4 USM und auch geringer, als beim EF 50mm f/1.8 II.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Verzerrung
Blende:
Irrelevant

Bildausschnitt oberer Bildrand (verkleinert)

Bildausschnitt unterer Bildrand (verkleinert)

Idealfall: die gedachten Linien zw. den Rechtecken laufen im oberen u. im unteren Bildausschnitt exakt gerade

Farbfehler Chromatische Aberrationen - Farbquerfehler

In fokussierten Bildbereichen sind an kontrastreichen Kanten in Nähe des Bildrandes deutliche Farbsäume zu erkennen. Obwohl diese Art von Farbsäumen durch Abblenden nicht gemindert werden kann, vergleicht man die Testaufnahmen am besten bei f/8, wo andere Farbsäume die Ergebnisse geringstmöglich überlagern.

Die beim EF 40mm f/2.8 STM auftretenden Farbsäume haben in etwa die gleiche Intensität, wie beim EF 50mm f/1.4 USM, wohingegen das EF 50mm f/1.8 II fast gar keine Farbsäume in fokussierten Bildbereichen zeigt.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Farbfehler

Ausschnitt vom unteren
Bildrand (im Querformat)

Farbfehler in scharfen Bildbereichen (vergrößert)

 

Idealfall:
keine Farbsäume

Ausschnitt vom seitlichen
Bildrand (im Querformat)

Schönheit der Unschärfe Bokeh und Farblängsfehler

Canon verwendet 7 Blendenlamellen im EF 40mm f/2.8 STM um eine wirklich kreisrunde Blendenform zu ermöglichen. Nicht fokussierte Bildbereiche wirken daher angenehm ruhig und gleichmäßig. Selbst bei hohen Blendenzahlen ist die Blende wohlgeformt. Deutlich wird das im Vergleich mit dem EF 50mm f/1.4 USM und insbesondere mit dem EF 50mm f/1.8 II, deren Blendenform deutlich weniger rund ausfällt (da die Offenblende meist perfekt ausfällt, vergleichst Du am besten andere Blendenwerte).

Natürlich ist die Gleichmäßigkeit der Unschärfe nur ein Teil dessen was Hintergrund­unschärfe "schön" erscheinen lässt. Ein anderer Teil sind die Farbsäume, die beim Übergang von scharfen zu unscharfen Bildbereichen häufig in Erscheinung treten. Hier ist das EF 40mm f/2.8 STM nur mittelmäßig und kann nicht mit dem EF 50mm f/1.8 II und anderen Objektiven mithalten. Immerhin zeigt es weniger Farbsäume, als das Kit-Objektiv EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II bei ähnlicher Brennweite und Blende. Farbsäume in unfokussierten Bildbereichen lassen sich glücklicherweise durch Abblenden mindern und daher sind sie beim EF 40mm f/2.8 STM ab ca. f/8 kaum noch sichtbar.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Schönheit der Unschärfe

Wie ein unscharfer Bildbereich wirkt, unterscheidet sich je nach Brennweite, Blendenwert, Bauform der Blende, Entfernung zum Hintergrund, Abstand zwischen Vordergrund und Hintergrund und je nach Beschaffenheit und Dynamikumfang des Hintergrunds. Bei so vielen Variablen fällt ein direkter visueller Vergleich schwer. Zudem wird die Schönheit der Unschärfe sehr subjektiv wahrgenommen.

Im Allgmeinen gilt, dass die unscharfen Bildbereiche möglichst gleichmäßig unscharf dargestellt werden sollen. Dies wird durch eine möglichst kreisrunde Form der verwendeten Blende erreicht (linkes Testbild). Die Verwendung vieler und wohlgeformter Blendenlamellen im Objektiv ist hierbei hilfreich. Außerdem sollen die unscharfen Bildbereiche möglichst wenige Artefakte zeigen. Um dies sicherzustellen, sollte die Blendenöffnung möglichst gleichmäßig hell sein und also keine hellen Ränder und auch keinen hellen Punkt in der Mitte der Blende aufweisen (linkes Testbild). Unscharfe Bildbereiche sollen außerdem keine Farbsäume aufweisen (mittleres und rechtes Testbild).

Form der Blende

Anzahl Blendenlamellen:  7
Typ: abgerundet
Idealfall: rund und gleichmäßig hell

Farbfehler in unscharfen Bildbereichen (vergrößert)

vor der Schärfeebene

hinter der Schärfeebene

Ausschnitte von der Bildmitte
Idealfall: keine Farbsäume in den unscharfen Bildbereichen

Wölbung der Schärfeebene Bildfeldwölbung

Auch wenn das EF 40mm f/2.8 STM ziemlich zentriert ist (und somit beim Fokus auf den linken Bildrand auch der rechte Bildrand in der Schärfe liegt) zeigt es doch eine deutliche Wölbung der Schärfeebene. Das heißt, dass entweder der Bildrand oder die Bildmitte perfekt scharfgestellt werden können (nicht aber beides gleichzeitig). Ob das in einem fertigen Bild auffällt, hängt einerseits vom Motiv ab und andererseits von der Größe des Schärfebereichs. Da der Schärfebereich durch Abblenden vergrößert wird, verringert sich gleichzeitig auch der Effekt der gewölbten Schärfeebene. Bei Verwendung des EF 40mm f/2.8 STM an einer APS-C Kamera (die ja nur einen mittleren Bildausschnitt aufzeichnet) ist hingegen keine Wölbung der Schärfeebene erkennbar.

Wie gesagt, hängt die Praxis­relevanz deutlich von der jeweiligen Aufnahme­situation ab und auch einige sehr hochpreisige Objektive (wie das EF 24-70mm f/2.8L USM) sind für ihre gewölbte Schärfeebene bekannt.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Wölbung der Schärfeebene

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf den Bildrand

 

Idealfall:
kein
Unterschied

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf die Bildmitte

Randschatten Vignettierung

Bei Offenblende zeigt das EF 40mm f/2.8 STM deutliche Schatten am Bildrand. Abblenden auf f/5.6 hilft zwar, aber ganz los wird man die Randschatten auch bei den höchsten Blendenzahlen nicht. Das Objektiv ist damit deutlich schlechter, als das EF 50mm f/1.4 USM oder das EF 50mm f/1.8 II (bei gleicher Blende) und sogar an APS-C Kameras sind noch Randschatten erkennbar (allerdings deutlich geringere). Glücklicherweise wird Randschatten nicht von jedem als störend empfunden, sondern wird auch gerne kreativ eingesetzt. Wenn nötig, kann er auch relativ leicht durch Software (oder die Vignettierungs-Korrektur der Kamera) verringert werden.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Randschatten

Bildausschnitte (Originalgröße)

Rand

Mitte

Idealfall: kein Helligkeitsunterschied

Testaufnahme (verkleinert)

Rand

Mitte

Idealfall: gleichmäßige Helligkeit

Auswertungs-Grafik

Idealfall: kein Farbverlauf

EV

0

-1

-2

-3

-4

-5

SEITE 1

Handhabung

SEITE 2

Bildqualität

SEITE 3

Fazit

 

zum Beginn der Seite