Canon EF 50mm f/1.8 II
 

Canon EF 50mm f/1.8 II

In diesem Testbericht



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Inhaltsverzeichnis

Bildqualitätalle Testaufnahmen ausblendenalle Testaufnahmen einblenden

Hinweis: die Testaufnahmen der einzelnen Bildqualitäts­kriterien können direkt zwischen allen bisher getesteten Objektiven verglichen werden. Hierzu klickst Du innerhalb der Testbox auf "Mit anderem Objektiv vergleichen..." und wählst das gewünschte Objektiv aus der Liste. Dann kannst Du durch Bewegen Deiner Maus zwischen den einzelnen Objektiven hin- und herwechseln. Falls Dich die Testaufnahmen im Lesefluss behindern, kannst Du auf "alle Testaufnahmen ausblenden" direkt über diesem Absatz klicken.

Schärfe / Auflösungsvermögen

Was kann man von einem der billigsten Canon-Objektive überhaupt in Bezug auf seine Auflösung / Schärfe erwarten? Nun, offensichtlich eine ganze Menge, denn von f/2.8 an ist das EF 50mm f/1.8 II bereits ordentlich scharf, wobei es ab f/4 eine wirklich hervorragende Schärfe aufweist - und zwar von der Bildmitte bis in die Bildränder. Andererseits interessierst Du Dich vielleicht gerade deshalb für dieses Objektiv, weil Du es mit sehr niedrigen Blendenzahlen verwenden willst? Dennoch ist die Frage, ob Du für solche Aufnahmen eine gute Auflösung benötigst. Wenn ich Available Light Aufnahmen mache, geht es mir ganz viel um die Lichtstimmung und weniger um eine detailreiche Dokumentation. Ich arbeite dann oft mit sehr kleinen Schärfebereichen so dass eh der größte Teil des Bildes eine gewisse Unschärfe aufweisen soll. Für mich ist Available Light Fotografie eben mehr malen, als zeichnen - aber das ist natürlich Geschmacksache. Die meisten Aufnahmen, die eine hohe Auflösung verlangen, verwenden große Schärfebereiche und benötigen daher so oder so hohe Blendenzahlen was beim EF 50mm f/1.8 II wiederum zur benötigten Auflösung führt. Vergleicht man seine Schärfe z.B. mit dem EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II bei 55 mm Brennweite (88 mm effektiv) und gleicher Blendenzahl wird die gute Auflösungsleistung des EF 50mm f/1.8 II deutlich.

Schau Dir auch das EF 50mm f/1.4 USM bei f/1.8 an und vergleiche den Textausschnitt (7) und den Siemensstern (3). Der Siemensstern des EF 50mm f/1.4 USM hat in seiner Mitte mehr Details und auch der Textausschnitt ist schärfer. Auch das Schachbrettmuster (5) ist insgesamt schärfer. Übrigens: die unterschiedliche Helligkeit der Testaufnahmen liegt am unterschiedlich dunklen Randschatten, den die beiden Objektive erzeugen (siehe weiter unten im Testbericht). Was ich außerdem immer noch gerne vergleiche, sind beide Objektive auf ihre individuelle Offenblende eingestellt. Das mag vielleicht "unfair" klingen aber im echten Leben wirst Du - wenn wenig Licht zur Verfügung steht - vielleicht die niedrigste verfügbare Blendenzahl des jeweiligen Objektivs für eine Aufnahme verwenden. Das bedeutet dann eben f/1.8 für das eine und f/1.4 für das andere Objektiv.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Schärfe / Auflösungsvermögen

Verzerrung Verzeichnung

An Vollformat-Sensoren weist das EF 50mm f/1.8 II eine deutliche tonnenförmige Verzerrung auf (beim EF 50mm f/1.4 USM ist die Verzerrung allerdings sogar noch größer). An APS-C-Kameras ist noch ein kleiner Rest der Verzerrung sichtbar, der in den fertigen Bildern kaum zu sehen sein wird. Da Abblenden gegen Verzerrung nicht hilft, muss man entweder damit leben, oder sie softwareseitig vermindern.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Verzerrung
Blende:
Irrelevant

Bildausschnitt oberer Bildrand (verkleinert)

Bildausschnitt unterer Bildrand (verkleinert)

Idealfall: die gedachten Linien zw. den Rechtecken laufen im oberen u. im unteren Bildausschnitt exakt gerade

Farbfehler Chromatische Aberrationen - Farbquerfehler

Der in diesem Test dargestellte Farbfehler tritt nur in scharfgestellten Bildbereichen auf und ist umso intensiver, je weiter entfernt von der Bildmitte er auftritt. Daher zeigen wir zwei Ausschnitte vom unteren und vom linken Bildrand. Bei Objektiven, die sehr niedrige Blendenzahlen bieten, können die Testergebnisse etwas verwirrend sein, weil sie bei niedrigen Blendenzahlen von den Farbfehlern, die in unscharfen Bildbereichen auftreten, überlagert werden. Um die sehr gute Leistung des EF 50mm f/1.8 II in den Testaufnahmen zu erkennen, wählst Du am besten eine höhere Blendenzahl wie f/8. Das EF 50mm f/1.4 USM schneidet in diesem Test deutlich schlechter ab.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Farbfehler

Ausschnitt vom unteren
Bildrand (im Querformat)

Farbfehler in scharfen Bildbereichen (vergrößert)

 

Idealfall:
keine Farbsäume

Ausschnitt vom seitlichen
Bildrand (im Querformat)

Schönheit der Unschärfe Bokeh und Farblängsfehler

Die Blendenform des EF 50mm f/1.8 II ist alles andere als ideal. Schau Dir die Testaufnahmen bei hohen Blendenzahlen an, um die Kantigkeit der Blendenform zu sehen. Dadurch werden unscharfe Bildbereiche ungleichmäßiger dargestellt, was die meisten Betrachter weniger schön finden. Das EF 50mm f/1.4 USM hat im Vergleich eine viel rundere Blendenform, was daran liegt, dass Canon für dieses Objektiv 8 Blendenlammellen (statt 5) verwendet.

Leider treten auch Farbsäume in den unscharfen Bildbereichen in deutlich sichtbarer Intensität auf, die allerdings ab f/4 nur noch sehr gering ausgeprägt sind. Das EF 50mm f/1.4 USM weist im Vergleich noch intensivere Farbsäume auf.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Schönheit der Unschärfe

Wie ein unscharfer Bildbereich wirkt, unterscheidet sich je nach Brennweite, Blendenwert, Bauform der Blende, Entfernung zum Hintergrund, Abstand zwischen Vordergrund und Hintergrund und je nach Beschaffenheit und Dynamikumfang des Hintergrunds. Bei so vielen Variablen fällt ein direkter visueller Vergleich schwer. Zudem wird die Schönheit der Unschärfe sehr subjektiv wahrgenommen.

Im Allgmeinen gilt, dass die unscharfen Bildbereiche möglichst gleichmäßig unscharf dargestellt werden sollen. Dies wird durch eine möglichst kreisrunde Form der verwendeten Blende erreicht (linkes Testbild). Die Verwendung vieler und wohlgeformter Blendenlamellen im Objektiv ist hierbei hilfreich. Außerdem sollen die unscharfen Bildbereiche möglichst wenige Artefakte zeigen. Um dies sicherzustellen, sollte die Blendenöffnung möglichst gleichmäßig hell sein und also keine hellen Ränder und auch keinen hellen Punkt in der Mitte der Blende aufweisen (linkes Testbild). Unscharfe Bildbereiche sollen außerdem keine Farbsäume aufweisen (mittleres und rechtes Testbild).

Form der Blende

Anzahl Blendenlamellen:  5
Typ: nicht abgerundet
Idealfall: rund und gleichmäßig hell

Farbfehler in unscharfen Bildbereichen (vergrößert)

vor der Schärfeebene

hinter der Schärfeebene

Ausschnitte von der Bildmitte
Idealfall: keine Farbsäume in den unscharfen Bildbereichen

Wölbung der Schärfeebene Bildfeldwölbung

Glücklicherweise ist die Schärfeebene des EF 50mm f/1.8 II wirklich eine gerade Ebene und weist keine nennenswerte Wölbung auf.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Wölbung der Schärfeebene

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf den Bildrand

 

Idealfall:
kein
Unterschied

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf die Bildmitte

Randschatten Vignettierung

Das EF 50mm f/1.8 II zeigt einen intensiven Randschatten, der auch bei höheren Blendenzahlen noch leicht sichtbar ist. An APS-C-Kameras ist der Randschatten allerdings nur gering ausgeprägt und ab f/2.8 nicht mehr sichtbar. Das EF 50mm f/1.4 USM hat im Vergleich weniger Randschatten (gleiche Blendenzahlen vergleichen!). Da Randschatten softwareseitig leicht entfernt werden kann und außerdem auch kreativ eingesetzt werden kann, mache ich mir um Randschatten i.d.R. keine großen Sorgen.

-Testaufnahmen

VollformatAPS-C    getestet an 5D Mark II
Randschatten

Bildausschnitte (Originalgröße)

Rand

Mitte

Idealfall: kein Helligkeitsunterschied

Testaufnahme (verkleinert)

Rand

Mitte

Idealfall: gleichmäßige Helligkeit

Auswertungs-Grafik

Idealfall: kein Farbverlauf

EV

0

-1

-2

-3

-4

-5

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Handhabung

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Bildqualität

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Fazit

 

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