Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM
 

Canon EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM

In diesem Testbericht



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Inhaltsverzeichnis

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Hinweis: die Testaufnahmen der einzelnen Bildqualitäts­kriterien können direkt zwischen allen bisher getesteten Objektiven verglichen werden. Hierzu klickst Du innerhalb der Testbox auf "Mit anderem Objektiv vergleichen..." und wählst das gewünschte Objektiv aus der Liste. Dann kannst Du durch Bewegen Deiner Maus zwischen den einzelnen Objektiven hin- und herwechseln. Falls Dich die Testaufnahmen im Lesefluss behindern, kannst Du auf "alle Testaufnahmen ausblenden" direkt über diesem Absatz klicken.

Schärfe / Auflösungsvermögen

Das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM ist ein sehr scharfes Objektiv. Die Auflösung ist im Telebereich am höchsten aber über den ganzen Zoombereich hinweg wirklich gut. Es ist wesentlich besser, als z.B. das Kit-Objektiv EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II und auch als das EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS. Berücksichtigt man Vollformat-Objektive ist die Auflösung durchaus mit dem L-Objektiv EF 24-105mm f/4L IS USM (an APS-C Kameras) vergleichbar. Canon beschränkt übrigens bislang seine L-Serie auf Vollformat-Objektive (vielleicht um auszudrücken, dass Profis das Vollformat benutzen sollen).

-Testaufnahmen

Verzerrung Verzeichnung

Bei 24 mm effektiver Brennweite zeigt das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM deutliche tonnenförmige Verzerrungen. Das ist nicht schön, muss aber natürlich vor dem Kontext betrachtet werden, dass dieses Objektiv einige Millimeter weiter ist, als viele andere Standard-Zooms. Dennoch kann man auch bei 24 mm wesentlich weniger Verzerrungen haben, wie das EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM eindrucksvoll beweist. Da Verzerrungen durch Abblenden nicht gemindert werden, bleibt für ein verzerrungsfreies Bild nur der Rückgriff auf längere Brennweiten (oder die Softwarekorrektur). Bereits bei 35 mm effektiver Brennweite zeigt das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM nur noch sehr geringe tonnenförmige Verzerrungen und ab 50 mm ebenso geringe kissenförmige Verzerrungen.

-Testaufnahmen

APS-C    getestet an 7D
Verzerrung
Blende:
Irrelevant

Bildausschnitt oberer Bildrand (verkleinert)

Bildausschnitt unterer Bildrand (verkleinert)

Idealfall: die gedachten Linien zw. den Rechtecken laufen im oberen u. im unteren Bildausschnitt exakt gerade

Farbfehler Chromatische Aberrationen - Farbquerfehler

Bei 50 mm und 70 mm effektiver Brennweite zeigt das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM leichte Farbfehler, die bei allen anderen Brennweiten noch deutlich stärker ausgeprägt sind. Das kann sich im Bild durchaus störend bemerkbar machen und ist sicher eine Schwäche dieses Objektivs (auch wenn es in diesem Test noch besser abschneidet, als z.B. das EF-S 18-55mm f/3.5-5.6 IS II oder das EF-S 18-135mm f/3.5-5.6 IS). Die hier beschriebene Art von Farbfehlern lässt sich durch Abblenden nicht vermindern, so dass - bei Bedarf - nur die Softwarekorrektur helfen kann.

-Testaufnahmen

APS-C    getestet an 7D
Farbfehler

Ausschnitt vom unteren
Bildrand (im Querformat)

Farbfehler in scharfen Bildbereichen (vergrößert)

 

Idealfall:
keine Farbsäume

Ausschnitt vom seitlichen
Bildrand (im Querformat)

Schönheit der Unschärfe Bokeh und Farblängsfehler

Glücklicherweise verfügt das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM über eine kreisrunde Blendenform und somit über die beste Voraussetzung, um ruhig wirkende, gleichmäßige Unschärfe zu erzeugen. Canon erreicht das durch Verwendung von 7 Blendenlamellen, die jeweils einzeln abgerundet sind.

Farbsäume, die bei vielen Objektiven in unscharfen Bildbereich auftreten, treten beim EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM fast überhaupt nicht auf. Lediglich bei 50 mm und 70 mm effektiver Brennweite sind bei Offenblende leichte Farbsäume sichtbar, die schon bei Verwendung einer um eine Stufe höheren Blendenzahl verschwunden sind. Das EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM zeigt in diesem Test wirklich eine herausragend gute Leistung.

-Testaufnahmen

APS-C    getestet an 7D
Schönheit der Unschärfe

Wie ein unscharfer Bildbereich wirkt, unterscheidet sich je nach Brennweite, Blendenwert, Bauform der Blende, Entfernung zum Hintergrund, Abstand zwischen Vordergrund und Hintergrund und je nach Beschaffenheit und Dynamikumfang des Hintergrunds. Bei so vielen Variablen fällt ein direkter visueller Vergleich schwer. Zudem wird die Schönheit der Unschärfe sehr subjektiv wahrgenommen.

Im Allgmeinen gilt, dass die unscharfen Bildbereiche möglichst gleichmäßig unscharf dargestellt werden sollen. Dies wird durch eine möglichst kreisrunde Form der verwendeten Blende erreicht (linkes Testbild). Die Verwendung vieler und wohlgeformter Blendenlamellen im Objektiv ist hierbei hilfreich. Außerdem sollen die unscharfen Bildbereiche möglichst wenige Artefakte zeigen. Um dies sicherzustellen, sollte die Blendenöffnung möglichst gleichmäßig hell sein und also keine hellen Ränder und auch keinen hellen Punkt in der Mitte der Blende aufweisen (linkes Testbild). Unscharfe Bildbereiche sollen außerdem keine Farbsäume aufweisen (mittleres und rechtes Testbild).

Form der Blende

Anzahl Blendenlamellen:  7
Typ: abgerundet
Idealfall: rund und gleichmäßig hell

Farbfehler in unscharfen Bildbereichen (vergrößert)

vor der Schärfeebene

hinter der Schärfeebene

Ausschnitte von der Bildmitte
Idealfall: keine Farbsäume in den unscharfen Bildbereichen

Wölbung der Schärfeebene Bildfeldwölbung

Von 24 mm bis ca. 50 mm effektiver Brennweite ist die Schärfeebene des EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM deutlich gewölbt. Nur sehr hohe Blendenzahlen wie f/11 können diesen Effekt vermindern. Ob diese Wölbung der Schärfeebene allerdings im tatsächlichen Einsatz ein Problem darstellt, hängt vor allem davon ab, was man fotografieren möchte. Eine gerade Mauer vom linken bis zum rechten Bildrand abzubilden kann problematisch sein, da durch die Wölbung eben nur die Ränder oder die Mitte (nicht aber beides gleichzeitig) in der perfekten Schärfeebene liegen kann. Andererseits würde man eine solche Mauer ggf. eh mit hohen Blendenzahlen aufnehmen, wodurch sich die Wölbung verbessert. Setzt man für seine Aufnahme die Schärfe etwas selektiver einer, sollte man mit dem EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM keine Probleme bekommen, denn - ob am Rand oder in der Mitte - das Objektiv ist überall wirklich scharf (nur eben nicht gleichzeitig).

-Testaufnahmen

APS-C    getestet an 7D
Wölbung der Schärfeebene

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf den Bildrand

 

Idealfall:
kein
Unterschied

Ausschnit vom Bildrand
scharfgestellt auf die Bildmitte

Randschatten Vignettierung

Bei 24 mm effektiver Brennweite zeigt jedes Objektiv deutliche Randschatten - das lässt sich leider nicht verhindern und ist schon durch den natürlichen Randlichtabfall bedingt. Dennoch ist der vom EF-S 15-85mm f/3.5-5.6 IS USM erzeugte Randschatten eher gering ausgeprägt (einfach mal mit dem EF-S 10-22mm f/3.5-4.5 USM bei gleicher Brennweite vergleichen oder mit dem L-Objektiv EF 24-105mm f/4L IS USM an einem Vollformat-Sensor). Bei längeren Brennweiten verschwindet der Schatten mehr und mehr und ist schließlich ab ca. 70 mm nicht mehr erkennbar.

-Testaufnahmen

APS-C    getestet an 7D
Randschatten

Bildausschnitte (Originalgröße)

Rand

Mitte

Idealfall: kein Helligkeitsunterschied

Testaufnahme (verkleinert)

Rand

Mitte

Idealfall: gleichmäßige Helligkeit

Auswertungs-Grafik

Idealfall: kein Farbverlauf

EV

0

-1

-2

-3

-4

-5

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Handhabung

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Bildqualität

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Fazit

 

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